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Eucharistiefeier – versus populum?
Das Interview über die Rahmenbedingungen der Eucharistiefeier muss aus biblischer Sicht ergänzt werden: Benedikt XVI. sagt in seinem neuesten Jesus-Buch, dass das Abendmahl Akt der Kirchengründung war, die Jünger werden zur Gemeinschaft zusammengeschlossen. Entscheidend ist daher die Bildung dieser Gemeinschaft mit dem Auferstandenen selbst, damit auch mit dem Vater, im Geist, und konsequent der Feiergemeinde untereinander. Das ist das Aussageziel der Wandlungsworte, als Einheit mit den Wandlungsgesten verstanden. Wie soll man Gesten verstehen können, die man gar nicht sieht? Wie soll man Worte verinnerlichen können, die man nicht hört, weil sie nur leise oder in einer unverständlichen Sprache gesprochen werden? Wie soll man die lebenserhaltende Funktion der eucharistischen Gaben als für sich bedeutsam erkennen, wenn man sie nicht auch sinnlich wahrnehmen kann? Wie soll eine Gemeinschaft entstehen, ohne sichtbares Zentrum? Wozu hat Jesus eine sinnlich wahrnehmbare symbolische Handlung eingesetzt und als Gedächtnis aufgetragen, wenn man auf die eigene Vorstellungswelt beschränkt bleibt, weil man nichts sehen oder hören kann? Ohne klar gemeinschaftsbezogenen Rahmen kann jedenfalls kaum die Fülle dieses Sakraments menschlich nachvollziehbar nahe kommen.
Podiumsdiskussion in den Katho am 2012-05-15
Termin:
15. Mai 2012 um 18:00 c.t.
Ort:
Club 4
Stephansplatz 4,1010 Wien
Referenten:
Mag. theol. Dkfm. Gregor U. Henckel-DonnersmarckOCist,
Alt-Abt des Stiftes Heiligenkreuz
Univ. Prof. i. R. Dr. phil. Peter Kampits,
Institut für Philosophie der Universität Wien
Dr. iur. Gabriel N. Toggenburg,
Agentur der Europäischen Union für Grundrechte
Moderation:
DDr. Josef Zemanek
Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände
Ablauf:
18:00 Uhr Einlass
18:15 Begrüßung durch den Präsidenten
18:20 Referate und Podiumsdiskussion
19:15 Publikumsdiskussion
Für eine Erfrischung wird im Anschluss gesorgt.
Kontaktdaten:
Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände
Spiegelgasse 3, 1010 Wien
U.A.w.g.
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